13. Mai 2015: Qualitätsoffensive für Kita Sternenstaub kann starten

Mit der Mehrheit der WIR-Gemeinderäte beschloss das Gremium die Umsetzung eines Konzepts zur Qualitätsoffensive in der Kindertagesstätte. "Wir wollen Freiräume für ein besseres pädagogisches Betreuungsangebot schaffen, die Öffnungszeiten verlängern und bürokratische Abläufe abbauen", erklärte Michael Dibowski die Ziele der Überlegungen. Gemeinsam mit Dagmar Ludwig und Manuela Wurm hatte er dieses Konzept in den letzten Monaten entwickelt. Dazu haben die drei die Kita Sternenstaub mit anderen Kindergärten verglichen, Fachberater interviewt, rechtliche Fragen geklärt und Gespräche mit Behörden und Verbänden, mit dem Mitarbeiterteam und dem Elternbeirat geführt.

Im Ergebnis werden nun die Abläufe in der Kita Sternenstaub ab September von Grund auf neu organisiert. Von Montag bis Donnerstag wird die Kita bis 16.30 Uhr, also eine Stunde länger geöffnet sein, am Freitag wird sie dagegen um 15 Uhr und damit eine halbe Stunde früherschließen.

Die Buchungszeiten werden deutlich strukturiert. Neu ist, dass für die Kinder die Teilnahme am Mittagessen verbindlich gebucht werden muss. "Bisher wird das Mittagessen jeden Tag neu bestellt. Die Betreuerinnen sind am Vormittag erst einmal beschäftigt, Bestellungen entgegen zu nehmen, an den Caterer weiterzuleiten und das Geld dafür einzusammeln", begründete Dibowski diesen Vorschlag. "Wir entlasten sie von dieser Aufgabe, so dass sich unser Personal wieder mehr um die Kinder kümmern kann." Außerdem herrscht momentan ab der Mittagszeit ein reges Kommen und Gehen. Einige Kinder essen, einige Kinder sind in der Spielgruppe, einige Kinder werden gerade abgeholt. Dadurch entsteht ein erhöhter Personalaufwand, da sowohl Kinder, die an der Mittagsverpflegung teilnehmen, als auch Kinder, die noch nicht von den Eltern abgeholt worden sind und noch spielen, betreut werden müssen.

Auch am Nachmittag gibt es Veränderungen. Hier werden Rahmenzeiten definiert, in denen Kinder nicht abgeholt werden können. In diesen Zeitfenstern können Projekte oder besondere Aktionen geplant werden.

Der Kindergarten arbeitet zudem nicht kostendeckend. Derzeit sind etwa 590.000 Euro im Jahr für den Betrieb und das Personal im Haushalt angesetzt. Die Eltern beteiligen sich mit etwa 55.000 Euro, ein großer Teil sind Fördersummen. Dem gegenüber steht aber noch immer eine Deckungslücke von 150.000 Euro, die aus allgemeinen Haushaltsmitteln finanziert wird. Mit dem Elternbeirat war im Vorfeld besprochen, dass eine Erhöhung der Kindergartengebühren von bis zu 30 Euro akzeptiert wird, sofern nicht nur längere Öffnungszeiten, sondern auch eine bessere Betreuung der Kinder gewährleistet ist. "Wir schöpfen diesen Rahmen nicht aus, sondern schlagen eine moderate Erhöhung um durchschnittlich 20 Euro im Grundbetrag vor", so Dibowski bei der Vorstellung des Konzepts. Daneben soll nicht mehr nach Alter, sondern nach Gruppenzugehörigkeit abgerechnet werden.

Eine weitere Neuerung ist auch, dass zudem ab sofort Kinder ab 10 Monaten aufgenommen werden dürfen. "Eltern, welche die Elternzeit in Anspruch nehmen, diese unter sich aufteilen (ein Elternteil 12 Monate, ein Elternteil 2 Monate) und parallel einbringen, müssen ihr Kind mit dem Beginn des zweiten Lebensjahrs in die Krippe geben, wenn wieder eine Berufstätigkeit aufgenommen werden soll. Spätestens zu diesem Zeitpunkt müssen beide Elternteile wieder arbeiten und eine Kinderbetreuung wäre nicht mehr gewährleistet. Gleichzeitig sollen Krippenkinder jedoch eine Eingewöhnungsphase durchlaufen, bei der zumindest teilweise auch ein Elternteil anwesend sein sollte", heißt es in den Konzept. In Abstimmung mit dem Mitarbeiterteam soll daher eine bis zu achtwöchige Eingewöhnungsphase vor dem ersten Geburtstag angeboten werden.

Schließlich werden auch die Mitarbeiterinnen besser und mehr gefördert. Seminarangebote sollen besser genutzt und feste Termine für Teambesprechungen angeboten werden: "Wir berücksichtigen diese bei der Berechnung der Arbeitszeit."

Die BBH-Fraktion lehnte es bei der Abstimmung im Gemeinderat ab, das Konzept umzusetzen. "Ich bedaure es sehr", so Dibowski, "dass es von der Fraktion keine Vorschläge gibt, wie das vor einem Jahr gemeinsam erklärte Ziel stattdessen erreicht werden kann, unsere Kita weiterzuentwickeln. Eine reine Blockadehaltung hilft weder den Eltern mit ihren Kindern, noch unseren Mitarbeiterinnen weiter."

Das Konzept ist auf der Homepage der Gemeinde Hagenbüchach abrufbar.

Sitzung am 19. September 2014

168.000 Euro Fördermittel - die Zusage des Amts für Ländliche Entwicklung, den Umbau und die Sanierung des Bahnhofs mit dieser Summe zu fördern, ist ein willkommenes Geschenk für die Gemeinde. "Schon in den nächsten Tagen werden wir die notwendigen Arbeiten ausschreiben", freute sich Bürgermeister David Schneider. "Aus dem früheren Schandfleck wird sich dann ein attraktives Zentrum für Hagenbüchach entwickeln."

Zuvor befasste sich der Gemeinderat mit Bauanträgen und der Gebührensatzung für den Kindergarten. Diese war bereits vorbesprochen und sieht nun auch die Möglichkeit vor, Kinder unter drei Jahren für einen Zeitraum von sieben, acht oder mehr Stunden betreuen zu lassen.

Beim Windrad in der Nähe von Bräuersdorf diskutieren momentan die sieben Mitgliedsgemeinden der Kommunalen Allianz, ob sie sich zusammenschließen und das Windrad gemeinsam betreiben wollen.

Der Gemeinderat stellte der Feuerwehr die Beschaffung neuer Stiefel für die Einsatzkräfte in Aussicht. Hier wurde der Bedarf von etwa 35 Paar Stiefel gemeldet, die pro Paar 99 Euro kosten. Die hierfür notwendigen Gelder wurden vom Gemeinderat bewilligt.

Das Ferienprogramm wurde diesen Sommer leider nicht gut angenommen. Nur bei neun der 33 Veranstaltungen waren mehr als zehn Kinder anwesend. Zwei Angebote mussten mangels Teilnehmer sogar abgesagt werden. Der Gemeinderat wird sich daher die Frage stellen, ob und ggf. in welchem Umfang das Ferienprogram fortgesetzt werden soll. Die ersten Stimmungsbilder lassen erkennen, dass auch 2015 wieder ein Programm mit weniger Programmpunkten erarbeitet werden soll.

Die "Gemütliche Runde" für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger dagegegen wird sehr gut angenommen. Die Runde trifft sich regelmäßig am dritten Mittwoch im Monat bei Kaffee und Kuchen zu Gesprächen und Gesellschaftsspielen im vhs-Raum im Rathaus.

Die im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen hatten die Möglichkeit, ihr Wahlprogramm für die laufende Wahlperiode vorzustellen. Aus diesen Ideen will sich der Gemeinderat ein Arbeitsprogramm zusammenstellen und die Umsetzung regelmäßig überprüfen.

Schließlich konnte David Schneider berichten, dass der Umbau und die Sanierung des Bahnhofs mit 168.000 Euro gefördert wird. Die Arbeiten sollen schon in den nächstzen Tagen ausgeschrieben werden, umm baldmöglichst beginnen zu können. Außerdem hat die Gemeinde für rund 6.000 Euro die Beleuchtung am Bahnsteg erneuert und dabei modernisiert. So werden jetzt beispielsweise wartungsarme und stromsparende LED-Lampen statt Leuchtstoffröhren verwendet.

Sitzung am 4. Juli 2014

Traditionell traf sich der Gemeinderat anlässlich der dortigen Kerwa in Bräuersdorf. Zunächst standen formelle Beschlüsse auf der Tagesordnung. So wurde der Bürgermeister als "Eheschließungsstandesbeamter" vorgeschlagen. Nachdem die Verwaltungsgemeinschaft ihn dazu berufen hat, darf er standesamtliche Hochzeiten durchführen. Daneben wurden die Kosten für die neuen Straßenlaternen südlich der Bahnlinie entsprechend der Ausbaubeitragssatzung bis zu 60% auf die Anlieger umgelegt.

Weiter diskutierte der Gemeinderat über das Kernwegenetz. Über die Kommunale Allianz beteiligt sich Hagenbüchach an einem Förderprogramm der EU, mit dem der Ausbau der Gemeindestraßen gefördert wird. Oberste Priorität hat dabei der Mühlweg von Bräuersdorf nach Erlachsmühle, wobei die detaillierten Planungen erst nach einer Förderzusage erfolgen sollen. Außerdem will die Gemeinde auch die Überlegungen zum Anschluss von Bräuersdorf an die dann dreispurig ausgebaute B8 abwarten.

Die Sanierung des Bahnhofs kann im Rahmen eines vereinfachten Dorferneuerungsprojekts gefördert werden. Der Gemeinderat ermächtigte den Bürgermeister, eine entsprechende Vereinbarung mit dem Amt für ländliche Entwicklung zu unterzeichnen. Außerdem soll der barrierefreie Zugang zum Bahnsteig in Richtung Würzburg beleuchtet werden.

Die Feuerwehren erhalten bislang vier Euro Zuschuss für jede aktive Feuerwehrfrau bzw. jeden aktiven Feuerwehrmann. Dieser Zuschuss wird auf sieben Euro erhöht. Außerdem wird sich die Gemeinde finanziell an der Fahne beteiligen, die anlässlich des 120-jährigen Bestehens der FFW Hagenbüchach im nächsten Jahr geweiht werden soll.

Der Bauausschuss wurde beauftragt, sich mit einem Verkehrsberuhigungskonzept für die Gemeinde zu befassen und Vorschläge zu erarbeiten, wo Verbesserungen möglich sind. Schließlich stellte der Gemeinderat fest, dass die Aufstellung eines dritten Altkleidercontainers in Hagenbüchach nicht notwendig ist. Außerdem diskutierte das Gremium über die Verwendung der Verfügungsmittel, die dem Bürgermeister zur Verfügung stehen.

Sitzung am 7. Mai 2014

Am 7. Mai traf sich der Gemeinderat erstmals in seiner neuen Zusammensetzung. Deshalb standen organisatorische Dinge im Vordergrund. Zunächst wurden die neugewählten Gemeinderatsmitglieder vereidigt und der zweite Bürgermeister gewählt. Dann gab sich der Gemeinderat nach einer ausführlichen Diskussion eine Geschäftsordnung. Schließlich wurden noch die Ausschüsse besetzt.

Schließlich berichtete die Leiterin der Kindertagesstätte "Sternenstaub" vom Ergebnis einer Umfrage bei den Eltern. Das Angebot der Kita wurde dabei als weitestgehend gut bzw. sehr gut empfunden.

Vor der Sitzung fand erstmals eine gemeinsame Andacht zum Beginn der neuen Amtsperiode in der Hagenbüchacher Kilianskirche statt. Diese stand unter dem Wort aus dem Buch Jeremia: "Suchet der Stadt Bestes".

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